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Grau – offen für alle Farben

Grau ist die Farbe der Vielfalt

Ein spontanes Thema, das nicht auf meiner Liste für den #10minBlog stand: die Farbe Grau. Beim Blick aus dem Fenster in den Himmel vorhin kam ich auf die Idee. Dazu beigetragen hat die Aussage einer Kundin neulich, bei ihr gäbe es nur Schwarz oder Weiß, schlimm oder toll. Das sehe ich differenzierter, eben in tausenderlei Nuancen. Für mich ist Grau Stellvertreter für die Vielfalt, für den stufenlosen Übergang, der selbst keine Farbe braucht. Schließlich ist es, wie Schwarz und Weiß, eine unbunte Farbe. Gerade aufgrund seiner Neutralität ist es so vielfältig.

Grau kann alles

Natürlich denke ich an Loriot, den Großartigen. Seine Sketche mit Steingrau und Mausgrau und einem Schuss Mauve sind auf ewig in meinem Gedächtnis. So mancher Instagram-Interior-Account kommt nicht ohne die graue Vielfalt aus. Es ist flexibel und kann alle anderen Farben in sich aufnehmen, auch das Loriotsche Mauve. Selbst das reine Grau der Farbsprache, jenes ohne Farbstich, hat seinen Reiz.

Das Grau interpretieren

Von einem Künstler habe ich mal gehört, dass in der Fotografie Graustufen als Halbtöne bezeichnet werden. Bei Halbtönen denke ich direkt an Musik. Eine schöne Vorstellung. Ganz verhalten, eher im Hintergrund, unaufdringlich, tragend, doch präsent und unverzichtbar.

Wie Grau wahrgenommen wird, hängt auch von den umgebenden Farbflächen ab. Keine Abgrenzung wie bei Schwarz oder Weiß – vielmehr ist es das Miteinander, die Beziehung untereinander, die die Wirkung bringt. Wie eigentlich immer im Leben.

 

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