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Eine Ode an die Brezel

Eine Brezel macht mir immer eine Freude

Nicht, dass es hier jetzt ein Lied gäbe… Nur ist die Brezel für mich untrennbar mit Freude verbunden, dass der Begriff der Ode irgendwie nahelag. Auch als Bretzel, Breze oder Brezn immer eine große Freude.

Die erste Brezel gab’s in Mainz

Zwar erinnere ich mich nicht hundertprozentig daran, aber die Tradition ist fest im Gedächtnis verankert, nach dem Einkaufsausflug mit den Eltern wählen zu dürfen zwischen einer Brezel und einem Hartekuchen. Als Kind dürfte häufiger der Hartekuchen die Nase vorn gehabt haben (wer’s nicht kennt: eine Art Pfefferkuchen, als Raute geschnitten, heißt im Dialekt “Haddekuche”). Die Brezel hat später aufgeholt und schließlich überholt – für alle Zeiten.

Gut zu transportieren und klebt nicht

Auf Reisen muss die Brezel mit. Bei längeren Zugfahrten führt der erste Weg an die einschlägigen Bäcker-Stände am Bahnhof. Auf Kleinstadtbahnhöfen besorge ich den Proviant, wenn irgend möglich, vorab. Autofahrten werden durch Brezeln vergnüglicher, habe ich im Langzeitversuch (gänzlich unrepräsentativ) festgestellt.

Brezelvariationen interessieren mich nicht, da bin ich Puristin. Keine Körner, kein Käse, kein Schnickschnack. Mit einer Ausnahme: Butter-Brezeln, (bislang) jedoch nur am Bodensee als lecker empfunden und dort auch gerne in Form der Laugenseele genossen.

Die Brezel braucht Salz

Eine Glaubenssache: Eine Brezel muss Salz aufgestreut haben. Das ich vor dem Essen herunterkratze. Ein Widerspruch in sich, den ich zumindest zuhause heile, indem ich das verschmähte Salz auffange und in den nächsten Salat werfe. Ich bilde mir ein, dass der dann einen Hauch von Laugengebäck-Aroma bekommt.

 

PS: Die zehn Minuten Spontanschreiben über die Lieblingslauge waren so schnell um. Jetzt höre ich mir noch die “Ode an die Freude” an: https://europa.eu/european-union/sites/europaeu/files/docs/body/european-anthem-2012.mp3 (vorgetragen vom Jugend-Blasorchester der Europäischen Union unter der Leitung von André Reichling, 1994 im Teatro da Trindade in Lissabon, musikalische Bearbeitung: Herbert von Karajan).

PPS: Dies ist der 14. Beitrag im #10minBlog. Zum ersten Blogbeitrag in der 30-Tage-Challenge geht es hier entlang.

  1. Liebe Sabine,

    diesen Beitrag hast du für mich geschrieben ;-). Als gebürtige Hessin mit bayrischem Herz (meine Kind- und Jugendzeit verbrachte ich im Berchtesgadener Land) kann ich mir ein Leben ohne Brezn nicht vorstellen – allerdings mit Salz und am liebsten mit Butter. Auch bei mir ist dieses Laugengebäck Begleiter auf längeren Reisen.

    LG Manuela

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