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Bitte & Danke – so einfach

Danke und Bitte: Ausdruck der Wertschätzung. Auf dem Bild steht passend dazu: We like you, too.

Die beiden Zauberwörter, so hießen “Bitte” und “Danke” in meiner Kindheit. Kürzlich habe ich den Begriff Zauberwörter wieder gehört, als eine Zweijährige ein Anliegen bei ihren Eltern hatte. So kamen sie auf meine Themenliste für den #10minBlog. Die beiden Wörter scheinen Evergreens zu sein. Oder doch nicht?

Bitte & Danke als Teil der Kommunikation

Wenn ich etwas höre wie: “Nicht zu oft bedanken, das wird als Schwäche ausgelegt.”, wundere ich mich. Was spricht dafür, Danke zu sagen, oder ist die Frage an sich schon absurd? Was könnte für eine Schwäche sprechen, und wer entscheidet das überhaupt? Gleiches gilt für das Bitte-Sagen.

Bitte und Danke sind wertschätzend

Es geht nicht darum, dass man etwas selbst nicht kann und deshalb Hilfe braucht, wofür ein Danke erwartet wird. Vielmehr ist ein Danke ein Ausdruck der Wertschätzung oder Anerkennung oder eben ein Dankeschön an sich für etwas, das geplant oder zufällig, beauftragt oder freiwillig erledigt oder angeboten wird. Spricht es nicht eher gegen eine Person, wenn sie ein Danke als Schwäche interpretiert? Oder ein Bitte als hilfloses Bittstellen?

Dabei ist es so einfach: Es ist etwas Gutes passiert, danke. Oder es soll, bitte, noch geschehen.

Was der Schwäche-Argumentierer vergisst: Mit Bitte & Danke können wir uns mit Leichtigkeit von den Miesepetern abheben. Wer Bitte und/oder Danke zu hören oder zu lesen bekommt, ist vielleicht überrascht, mit Sicherheit davon angetan. Diese (ungewohnte) positive Erfahrung entwickelt sich zum Multiplikator des Miteinanders, womöglich zum Sympathiemotor. Ein Wir-Gefühl kann entstehen.

Der Kassierer im Supermarkt schaut plötzlich auf, wenn das Wechselgeldgeben auf ein Dankeschön trifft. Die Kellnerin freut sich, wenn die Bestellung von einem Bitte begleitet wird. Leider hören sie es wohl zu selten… Die weitere Kommunikation wird von der positiven Stimmung getragen. Aus einem Kontakt wird eine Beziehung – mit freundlicher Unterstützung der beiden Zauberwörter.

“Nicht gemeckert ist genug gelobt”

Eine Kundin rief mich einmal an. Ihr Anliegen: sich bedanken. Sie würde leider dazu neigen, nur auf etwaige Fehler zu achten und alles andere als selbstverständlich beiseite zu schieben. Das sei einfach in ihr drin, und sie müsse sich einen Ruck geben, was Positives und/oder Danke zu sagen.

Durchs Telefon konnte ich ihr Strahlen förmlich hören, dass sie es geschafft hatte, sich wieder einen Ruck gegeben zu haben, nachdem es ihr eine Weile auf dem Herzen lag. Wie schön, dass ich ihr direkt antworten konnte: “Bitte, gern geschehen.

 

PS: An 30 Tagen zehn Minuten über ein frei gewähltes Thema zu schreiben und gleich zu veröffentlichen, das ist die Challenge zum #10minBlog. Heute ist Tag 21 – und es wurden dann doch mehr als zehn Minuten.

 

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