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Marketing für digitales Marketing – und die dmexco quillt über

Sabine Rupps Ausweis für die dmexco 2015 - Messe für digitales Marketing

Unter dem Motto „Bridging Worlds“ positionierte sich die dmexco 2015 als größte Messe für digitales Marketing. Zugleich eine gute Gelegenheit, sich anzusehen, wie sich Marketing-Profis in eigener Sache live präsentieren.

Digitales Marketing im persönlichen Gespräch

Eigentlich paradox: Wenn das Marketing durchdigitalisiert wäre, müsste doch keiner mehr zu einer Messe fahren. Eigentlich. Jedoch weiß jeder Kommunikator den persönlichen Kontakt zur Zielgruppe zu schätzen. Ziemlich unempirisch, aber echt und fassbar und meistens inspirierend. Auch wenn es mitunter ohrenbetäubend laut war – fast schon üblich, um die Aufmerksamkeit zu bekommen, die die Kommunikation im Vorfeld der Messe, die direkte Ansprache vor Ort oder auch das Stand-Design (noch) nicht erreicht haben.

Messe und Konferenz in einem: Segen und Fluch

Auch dieses Mal verließ ich die dmexco mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Die Messe hat sich weiter vergrößert, mehr als 800 Aussteller in vier Hallen in verschiedenen Disziplinen des (digitalen) Marketing konnten sich präsentieren. Ein überaus praktischer Zugang zu Gleichgesinnten in Marketing-Strategie, Content Marketing und Social Media (und insbesondere zu Data, Data und Data), zu Influencern, Publishern, Agenturen, Customer-Journey-Fachleuten, Vermarktern, UX-Dienstleistern, Affiliate-Marketing-Leuten, Real-Time-Advertisern und wie sie alle heißen. Digitales Marketing entwickelt sich permanent weiter, die Disziplinen splitten sich auf, verästeln und vertiefen sich. Praktisch, sie alle auf einer Messe zu haben, aber mit ziemlich langen Wegen verbunden, die Infrastruktur ist zudem (noch) auf viel weniger Besucher ausgelegt. Ich vermute, im Zuge der Konsolidierung mancher Disziplinen wird sich ein Zweig abspalten und nicht mehr auf der dmexco präsent sein – damit in einem anderen Messe-Format aus weniger Besuchern eine bessere direkte Kommunikation wird.

Der Konferenz-Anteil wuchs ebenfalls, konnte jedoch mit dem Andrang von mehr als 40.000 Besuchern bei Weitem nicht Schritt halten. Das Programm-PDF umfasste 22 (!) eng bedruckte Seiten (und die entsprechende App stürzte auf dem iPhone ständig ab), daher wunderte es kaum, dass viele Veranstaltungen wegen Überfüllung geschlossen wurden. Der alternative Live-Stream machte keinen Spaß, wenn er auf dem Smart Device bei instabilem Netz und typischem Messe-Lärm verfolgt werden muss. Schade.

Ob analog oder digital: Nach der Messe ist vor der Messe

Wie immer bei einem Messe-Besuch, heißt es Vorplanen und Zeit für Spontanes lassen, Powerbank einpacken und nach x Stunden in der leider typischen Messeluft einen Spaziergang machen, bevor es zur Abendveranstaltung geht. Dann klappt es auch mit dem Input und Austausch zum digitalen Marketing und den entsprechenden Kontakten. So habe ich den 14. und 15. September im nächsten Jahr für die dmexco 2016 im Kalender direkt reserviert – und bin gespannt, wie sich das Konzept der Messe entwickelt.

  1. Sehr informative Seite! Danke!

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